Der Unterricht

Was machen wir in unserer Reitschule?

Unser Ziel ist es Pferdemenschen zu machen und nicht einfach nur Reiter! Das Verständnis für die Tiere und der richtige Umgang sind zentrales Ziel. Ich möchte Harmonie zwischen Menschen und Tieren schaffen. 

Unser Ziel ist es nicht, an großen Turnieren teilzunehmen, sondern die Seele baumeln zu lassen und die Natur zu genießen. Die Meiste Zeit befinden wir uns im Gelände und lernen dort alles über das Reiten und die Natur.

Mit der nötigen Zeit und frei von Zwängen und Druck ist es möglich feine Hilfen zu erlernen und gut ausbalanciert auf dem Pferd reiten zu können. Eine gute Gymnastizierung des Pferdes wird gelehrt, egal ob hoch zu Ross oder vom Boden aus. Hier bieten sich viele Möglichkeiten.  

In der Reitschule Felpo ist das Freizeitreiten das Hauptaugenmerk. Wichtig ist es hier, nicht starr und steif nach Schablone zu reiten, sondern mit der Bewegung und mit dem Pferd eine Einheit zu bilden. Die Pferde bei Felpo bieten kein stunden langes  traben oder galoppieren in der Bahn und werden auch nicht pausenlos eingesetzt. Eine regelmäßige Korrektur und artgerechte Haltung sind hier besonders wichtig. 

Ich verzichte auf Ausbinder, Gebisse oder fest verschnürte Pferdemäuler. Jedes Pferd kann gebisslos geritten werden, der Mensch muss es nur lernen. Bei der Möglichkeit in der Bahn zu reiten kann auch völlig auf die Zäumung am Kopf verzichtet werden. Dazu ist es wichtig absolut unabhängig vom Zügel und in voller Balance das Pferd zu reiten. Dies benötigt Zeit, die wir uns nehmen wollen.

Bewusst verzichte ich auf übermäßigen Reitunterricht an der Longe, da dieser schädlich für die Pferdebeine und das Wohlbefinden des Pferdes ist. 

Der Unterricht beinhaltet:

  • Reitunterricht im Gelände (je nach Reiterlichem Können frei oder geführt)
  • Theorie
  • Sitzschulung
  • Kommunikation mit anderen Tieren, wie den Ziegen
  • Bodenarbeit
  • Trockenübungen auf einem Holzpferd
  • Trockenübungen auf einem Holzpferd
  • Landschaft und Natur entdecken
  • stetige Verfeinerung der Hilfengebung
  • Dressur nach klassischer Reitweise

Im Anfänger Unterricht ab 9 Jahren teilen sich, nach Möglichkeit, zwei bis drei Kinder ein Pferd bei maximal 6 Kindern in der Gruppe. In der Reitpädagogik von 3 bis 8 Jahren teilen sich vier Kinder ein Pferd und es sind bei zwei Pferden zwei Reitlherer dabei. Maximal können 8 Kinder teilnehmen. Spielerisch möchte ich den Kindern das Pferd näher bringen, auch hier steht das Pferd im Vordergrund. Durch das Teilen des Pferdes lernen  miteinander zu kommunizieren und ihre sozialen Kompetenzen zu steigern. Sie helfen sich gegenseitig.

Für fortgeschrittene  Reiter gibt es pro Reiter ein Pferd in der dreier Gruppe, und der Reiter wird nicht mehr geführt.

Die Pferde werden von den Reitern selber, unter Aufsicht und mit Hilfestellung, fertig gemacht und am Ende der Reitstunde auch versorgt.

“Der Reiter, der das Nachgeben im Genick mit Hilfszügeln erzwingt und das Pferdemaul mit speziellen Reithalftern zuschnürt handelt nicht anders, als ein Erzieher, der ein Kind knebelt und am Stuhl festbindet, um es zur Ruhe zu zwingen.” (Phillipe Karl “Irrwege der modernen Dressur”)